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Göttingen, Stadt, Sternwarte Göttingen, Gruppe baulicher Anlagen

Sternwarte · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Göttingen, Stadt

Gesamtanlage der ab 1803 vor der damaligen noch kleineren Stadt Göttingen erbauten Königlichen Sternwarte. Zum Ensemble gehören neben dem Hauptgebäude mit der Beobachtungsterrasse auch die Einfriedung und der umgebende Park.
Leiter der Sternwarte war von 1807 bis zu seinem Tod 1855 der bedeutende Mathematiker, Astronom, Geophysiker und Geodät Carl Friedrich Gauß. Der Standort der Forschungseinrichtung sollte ein von der städtischen Bebauung unbeeinträchtigtes Beobachten ermöglichen. Zur Abschirmung gegenüber Schaulustigen dienten auch der große Garten und ab 1883 die Einfriedung. Auf und an der Sternwarte sowie auf der großen Instrumenten-Terrasse und im Garten befinden sich historische Sandsteinpfeiler und Messpunkte, die für Vermessungen und als Standorte für Messgeräte verwendet wurden. In der Westspitze des Gartengrundstücks stand bis zur Translozierung 1902 das Gauß’sche „Magnetische Observatorium“ von 1833/1866 (jetzt Herzberger Landstraße 182), dessen originale Fundamente im Sternwarten-Garten erhalten und sichtbar sind.
Zum Umfang zählt das gesamte Grundstück (Flurstück 307/5) einschließlich der an der Sternwarten-Nordseite liegenden alten Zufahrt. Im Zuge der nördlich der Sternwarte 1901 angelegten Keplerstraße (ursprünglich: Prinz-Albrecht-Straße) wurde auf deren Südseite zwischen den Grundstücken Keplerstraße 14 und 18 absichtsvoll eine Fläche (Flurstück 307/2) von Bebauung freigehalten. Zweck der Baulücke war, Beobachtungen auch nach Norden (insbesondere auch im Meridian) zu ermöglichen, wobei sich von hier aus auch die einzige Gesamtansicht auf die nördlichen Hoffassaden des Sternwarten-Gebäudes bietet.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)