Göttingen, Stadt, Stadtwall mit Promenade, Gruppe baulicher Anlagen
Die Wallanlage Göttingens ist ab dem 14. Jahrhundert als äußerer Befestigungsring der Stadt angelegt worden und bildet heute einen fast drei Kilometer langen grünen Ring um die Altstadt. Ab 1765 ist die Wallkrone des nach dem siebenjährigen Krieg entfestigten Walls zu einer Promenade umgestaltet und mit 400 Linden bepflanzt worden. Eingefasst wird der Wall an vielen Stellen innen und außen noch von den alten Futtermauern. An manchen Stellen sind außerdem historische Gewölbe-Durchlässe und gewölbte Innenräume sowie Spuren von ehemaligen Türmen erhalten. Besondere Befestigungs-Zeugnisse sind die gewölbten Überbrückungen des Leinekanals. An den ehemaligen Stadttoren bzw. späteren Straßendurchbrüchen senkt sich der Wallkörper rampenartig auf das Straßenniveau herab. Hier erfolgten ab dem 19. Jahrhundert Veränderungen an der Wallanlage: Zunächst ist die heutige Goethe-Allee nach Westen verlängert worden, 1878 wurde der Wall zwischen Theater und Albanikirche niedergelegt. Ebenso 1895 der Wallabschnitt zwischen Nikolaistraße und Geismar Tor, der aber in seiner Parkanlage noch ablesbar ist. Außerdem folgten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Straßendurchbrüche, um die Innenstadt an die neu erschlossenen Gebiete der expandierenden Bauentwicklung in den Außenbezirken anzubinden.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Landgericht/Bahnhof · 571 m
- Göttingen Markt · 137 m
- Göttingen Theaterstraße · 139 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)