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Göttingen, Stadt, Rosdorfer Weg 76, Verwaltungsgebäude der Provinzial-Heil- und Erziehungsanstalt

Verwaltungsgebäude · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Hauptgebäude der 1911-12 errichteten „Provinzialen Heil- und Erziehungsanstalt“ für Jugendliche. Ursprünglich Verwaltungsgebäude mit Arztzimmer, Betsaal (Aula), Schulzimmern, Konferenzzimmer sowie Wohnungen für Arzt und Geistliche; im Sockelgeschoss befanden sich vier Räume für Werkstattbetrieb. Zweigeschossiger symmetrisch gestalteter verputzter Massivbau in neubarocken Bauformen auf hohem Natursteinsockel mit einschwingender Fassade, Mittelrisalit, Wälmdächern, Schleppgauben und zentralem Dachreiter. Nach Osten an der Vorfahrt zeigt sich eine repräsentativ gerahmtes Eingangsportal mit Inschriftenkartusche. Die Rückfassade ist schlichter gestaltet, aber mit stärkerer Risalitgliederung. Rückwärts auf dem Dach gibt es eine Gaube mit der ehemaligen Anstalts-Uhr. Seitlich an das Gebäude schließen nach Norden und Süden Torfahrten (ursprünglich mit Durchfahrtbogen) und symmetrisch weit ausgreifende, geschwungenen Ziermauern an, welche die Vorfahrt rahmen. Im Inneren des Gebäudes sind historische Grundrissstrukturen, Treppen und Türen erhalten. Die große „Aula“ im Obergeschoss wirkt schon im Außenbau architektonisch hervorgehoben durch Rundbogenfenster und ist räumlich erhalten, aber überformt. In einer Dach-Abseite befindet sich ein großes Wandgemälde „Flucht aus Ägypten“ von etwa 1922/25, geschaffen von Paul Goesch, der Bewohner und kein Insasse war.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Rosdorfer Weg 76D
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)