Göttingen, Stadt, Rosdorfer Weg 76, Erziehungsanstalt (int. Geb.-Nr. 11)
1927 geplantes Arbeitshaus mit Wohnungen für einen Oberpfleger und einen Gärtner, errichtet als Teil der 1911-12 erbauten, erweiterten „Provinzialen Heil- und Erziehungsanstalt“ für Jugendliche (nun „Provinziales Erziehungsheim“). Zweigeschossiger Putzbau auf längsrechteckigem Grundriss in Form eines bürgerlichen Wohnhauses mit Walmdach, gestalterisch angepasst an die Bauten von 1911-12 mit Natursteinsockel und Rundbogenfenstern im Erdgeschoss. Die Mittelachsen der Fassaden weisen vorne und hinten Eingänge für die unterschiedlichen Nutzungen auf und zeigen formale Anklänge an den Expressionismus (Treppengiebel der Ostfassade, Eingangsverdachung der Westfassade). Vereinzelt sind bauzeitliche Holzfenster erhalten; typisch sind die für die Gefangenensituation teilweise vergitterten Fensteröffnungen. Das Innere ist überformt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Rosdorfer Weg 76A
- Gemarkung
- Göttingen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)