Göttingen, Stadt, Ritterplan 7, sog. Kapelle
Die sogenannte Kapelle ist ein zur Museumsnutzung an den Hardenberger Hof angefügter Massivbau in Gestalt einer gewesteten Kapelle in Renaissanceformen. Die rauhen Putzfassaden kontrastieren zu den Natursteinpartien für Strebepfeiler, Sockel, Gesimse, Fenstereinfassungen, Eckquader und einem aufragenden Giebel am Ansatz des eingezogenen niedrigeren Chorpolygons. Die Befensterung deutet von außen schon die innere Zweigeschossigkeit an. Während im Erdgeschoss teilweise Arbeitsräume des Archivs untergebracht waren, diente das hohen Obergeschoss ursprünglich der Ausstellung kirchlicher Altertümer. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Obergeschoss vereinfacht worden durch eine entstellend eingezogene Zwischendecke für obere Lagerräume, so dass dem Ausstellungs-Kapellenraum jetzt der Blick ins holzverkleidete offene Zierdach und über dem Chor ins steinerne Rippengewölbe fehlen; beide sind über der eingezogenen Decke erhalten, ebenso wie ein mächtiger hölzerner Zuganker im Chorbogen, der im ursprünglichen Ausstellungskonzept als Standort für eine Trimphbogen-Figurengruppe diente. Im Dach sind Reste des ehemaligen Dachreiters erkennbar, der den Kapellenanbau einst bekrönte.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Ritterplan 7
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Landgericht/Bahnhof · 565 m
- Göttingen Theaterstraße · 131 m
- Göttingen Weender Straße-Ost · 141 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)