Göttingen, Stadt, Merkelstraße 7, Kutscherhaus der Villa Levin
Eingeschossiges Gebäude mit reich malerisch verzierten Natursteinfassaden, Öffnungen, Türmchen, Fachwerkgiebeln sowie Walmdächern mit Zieraufbauten (Gauben, Schornsteine, Firstzier usw.). Errichtet 1899-1901 als Kutscher- und Stallgebäude der Villa Levin (Merkelstraße 4), zeitgleich mit dem Hauptgebäude für den Wollwarenfabrikanten Ferdinand Levin und seine Frau Marie nach Entwürfen des aus Göttingen stammenden Architekten Hans Grisebach (im Architekturbüro Grisebach & Dinklage, Berlin). Die Funktion des Gebäudes war die Vorhaltung des herrschaftlichen Pferde- und Fuhrparks, später der Automobile. Von Anfang an war das Kutscherhaus durch eine öffentliche Straße von der Villa getrennt. Das Kutscher- und Stallgebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg verkauft und trägt seitdem die eigene Adresse Merkelstraße 7. Es existiert eine 1900 veröffentlichte Baubeschreibung mit Plänen von Hans Grisebach, doch ist der Bau schließlich etwas verändert ausgeführt worden. 1931 und 2018 fand ein erweiternder Wohn- und Büro-Ausbau des zuvor nur als Lager und für Dienstbotenkammern genutzten Dachgeschosses statt. Das Kutscherhaus steht parallel zur Merkelstraße ausgerichtet und grenzt direkt an den öffentlichen Park ‚Schillerwiese‘. Zum Baudenkmal gehören die gepflasterten Freiflächen vor den Remisen-Toren. Im Inneren sind die historischen Grundrisse und bauzeitliche wandfeste Details, einschließlich zweier Treppen, Türen usw. erhalten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Merkelstraße 7
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Merkelstraße · 401 m
- Göttingen Hainbundstraße · 505 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)