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Göttingen, Stadt, Markt, Gänseliesel-Brunnen

Brunnen · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Zierbrunnen auf dem Markt, vor dem Alten Rathaus, errichtet 1901 nach Entwurf des Architekten Heinrich Stöckhardt und des Bildhauers Paul Nisse, beide aus Berlin. Vorangegangen war ein reichsweiter Wettbewerb von 1899 mit 46 Entwürfen von 40 Teilnehmern, bei dem ein anderer Entwurf gewann, der Kritik auslöste. Entscheidend war die künstlerische Einflussnahme bei der Entwurfsüberarbeitung und Aufstellung durch den Berliner Bildhauer Ferdinand Hartzer. Die Figur des Gänseliesels geht auf keine historische Person zurück. Ursprünglich erfolgte die Aufstellung des Brunnens auf der Nordseite des Marktes. 1941 schwere Beschädigung der aus ihrer Verankerung gerissenen Gänselieselfigur, Reparatur 1943. 1968 Versetzung der Brunnenanlage nach Süden, gleichzeitig durch den Göttinger Steinmetzbetrieb Chr. Wolf „erneuert“. Dabei Ersatz der inneren Brunnenschale durch eine Kopie und Veränderung des ursprünglich höheren Stufenbaus, der zuletzt um 2015 mit dem neuen Platzbelag noch um eine weitere Stufe gekürzt wurde. 1990 Ersatz der originalen Gänselieselfigur durch eine Kopie (Original im Städtischen Museum). 2000, 2020 und 2023 fanden Restaurierungen von Brunnenbecken und Baldachin statt.
Die Brunneanlage besteht auf einem Stufenbau als weites achteckiges Brunnenbecken aus Kalkstein mit Wappen an den Eckpfeilern und Inschriften. Im Becken steht eine höhere, innere Brunnenschale, außen reich gegliedert mit neugotischen Zierformen. Darauf sitzt ein filigraner Zierbaldachin aus schmiedeeisernem Stabwerk, der auf einer Mittelstele stehend die etwas unterlebensgroße Bronzefigur des Gänseliesels überfängt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Markt
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)