Göttingen, Stadt, Klostergasse 2, Katharinenkapelle
Die evangelisch-lutherische Katharinenkapelle steht im alten Dorfkern von Knutbühren rund 60 m zurückgesetzt von der Hauptstraße „Lindenallee“ an einer Sackgasse namens „Klostergasse“, deren erst 1973 eingeführte Bezeichnung auf ein mittelalterliches Kloster verweisen soll, das allerdings historisch und baulich nicht nachweisbar ist. Die Baugeschichte der Kapelle ist nicht genau geklärt. Ältestes und im Kern noch mittelalterliches Gebäudeteil ist der mächtige Westturm aus Bruchsteinmauerwerk unter einem Zeltdach, der wegen einer zugesetzten Öffnung in 8 m Höhe, die als Zugang gedeutet wurde, ehemals ein Wehrturm gewesen sein könnte. Östlich an den Turm schließt ohne Einziehung ein 1828 als Ersatzneubau errichteter Kapellen-Saal, ebenfalls mit Bruchsteinmauern sowie unter einem nach Osten abgewalmten Satteldach an. Dieser Kapellenneubau ist für die Region ungewöhnlich früh in neugotischen Stilformen gestaltet, die sich außen in von Sandsteingewänden eingefassten Spitzbogen-Maßwerkfenstern und innen in einer neugotischen Ausstattung u.a. mit einer schlichten, hölzernen Kanzelaltarwand zeigen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Knutbühren
- Adresse
- Klostergasse 2
- Gemarkung
- Knutbühren
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)