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Göttingen, Stadt, Kerstlingeröderfeld, Ruine des Gutshauses von Gut Kerstlingeröderfeld

Ruine · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Ruine des ehemaligen Gutshauses von Gut Kerstlingeröderfeld, erbaut Ende des 17. Jahrhunderts als östlicher Abschluss der Hofanlage, als barocker, zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach. Das Gutshaus wurde im 18. Jahrhundert bald nach der Gründung der Universität Göttingen beliebtes Ziel der Studenten; im Wirtshausgarten wurde 1772 der „Göttinger Hainbund“ gegründet. 1790 fand hier das legendäre „Lager der Studenten zu Kerstlingeröderfeld“ statt, bei dem die ihrer Wirtschaftsmacht bewussten Studenten in einen Streik gegen die Stadt Göttingen traten. Das Gut wurde bis 1961 als Pachthof genutzt, dann im Zusammenhang mit der Nutzung des Kerstlingeröder Felds als militärisches Manövergelände der Zieten-Kaserne zerstört. Eine erste Sicherung der malerischen Ruinen mit Betonabdeckung der Mauerkronen erfolgte schon zu Bundeswehr-Zeiten, die 1993 endete. Vom Gutshaus stehen noch Teile der massiven Kalkbruchsteinmauern der ehemaligen Ost- und Südfassaden.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Gemarkung
Göttingen

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)