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Göttingen, Stadt, Kasseler Landstraße 1, Stadtfriedhof Göttingen

Friedhof · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Der Göttinger Stadtfriedhof liegt nordwestlich der Altstadt und des Bahnhofs und wurde 1881 eröffnet. Um 1900 erfolgte die erste Erweiterung Richtung Westen, bei der auch die Kapelle in der Mitte der Platanenallee in der Achse des Haupteingangs errichtet wurde. In Nähe der Kapelle befindet sich noch einer der wenigen erhaltenen Holzpavillons. 1916 erfolgte eine zweite Erweiterung Richtung Süden. Hier wurde ein „Ehrenfriedhof“ mit 1712 Kriegsgräbern, darunter Gräber deutscher Soldaten beider Weltkriege sowie ausländischer Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs und Gräber von Opfern nationalsozialistischer Gewalt, angelegt. Bis 1971 ist der Friedhof noch viermal erweitert worden, so dass er sich heute über eine Größe von etwa 36 Hektar erstreckt. Ein überwiegend orthogonales Wegesystem gliedert die Friedhofsanlage, die auch durch Alleen räumlich strukturiert wird. Breite Längs- und Querwege bilden Grabfelder, die ihrerseits von schmaleren Wegen erschlossen werden. Viele der erhaltenen Grabstätten sind von künstlerischer Bedeutung und veranschaulichen die gestalterische Vielfalt der Grabgestaltung des 19. bis 20. Jahrhunderts. Auf der südöstlichen Erweiterung, in Nähe der Teichanlage, befinden sich zahlreiche Gräber berühmter Persönlichkeiten und Ehrenbürger der Stadt Göttingen, unter anderem das Ehrenmal für neun hier bestattete Nobelpreisträger (das sogenannte „Nobelrondell“). In diesem Bereich befindet sich auch der sogenannte Nornenbrunnen von Jacob Wilhelm Fehrle. Entlang der Kasseler Landstraße und des Betriebshofes führt eine historische Einfriedung aus gelben Ziegelsteinen. Die Eingangstore im Norden der Anlage stammen von 1881 und von der ersten Erweiterung im Jahr 1900.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Kasseler Landstraße 1
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)