Göttingen, Stadt, Immanuel-Kant-Straße 44, Herman-Nohl-Schule (Hainberg-Gymansium HG-Junior)
Herman-Nohl-Schule West, erbaut 1955-56 nach Entwurf des Göttinger Architekten Diez Brandi, als Teil des aus zwei Volksschulen bestehenden Ensembles. Der Bau des Westtrakte wurde 1962-63 im Süden mit dem Bau einer Turnhalle nach der Brandi-Konzeption ergänzt.
Die Westschule besteht analog zur Ostschule aus einem nördlichen, zweigeschossigen Verwaltungs- und Klassentrakt, dem sich südlich über Laubengänge zwei Quertrakte mit je vier Klassen anschließen. Deren architektonische und pädagogische Besonderheit ist die ‚klösterliche‘ Separierung quadratischer, lichtdurchfluteter Klassenräume mittels je einem Garderobengang und einem intimen Hofgarten. Zusätzlich übernahm die Westschule mit einem östlich vorgelagerten Fachklassen- und Versorgungstrakt (sowie ebenso der Turnhalle mit Nebenräumen) auch Versorgungsfunktionen, die von der Ostschule mitgenutzt wurden und werden.
Die Architektur ist in der typischen Brandi-Weise betont schlicht gehalten, mit roten Sichtbacksteinfassaden und Satteldächern ohne Giebelüberstände. Besonders ausdrucksstark sind neben den Klassenräumen mit ihren Hofgärten die von Säulen getragenen Laubengänge mit ‚Brunnenhau‘-Aufweitung und abgesetzten Toilettenhäusern. Im Innern haben sich zahlreiche wandfeste Ausstattungsstücke der Erbauungszeit erhalten (Türen mit Beschlägen, Wandschränke, Treppen, Brunnenschale, Schullautsprecher usw.).
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Immanuel-Kant-Straße 44A
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Danziger Straße · 279 m
- Göttingen Ortelsburger Straße · 279 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)