Göttingen, Stadt, Humboldtallee 23, Physiologisches Institut
„Physiologisches Institut“ der Universitätsklinik Götingen, im Kern errichtet 1936-38 nach Entwurf des Preußischen Staatshochbauamts Göttingen unter Werner Seidel. Ursprünglich drei- bis viergeschossiger Bau an der Ecke zum Kreuzbergring mit asymmetrischen Fassaden, dessen Hauptbaukörper im Osten parallel zur Humboldtallee ausgerichtet ist und sich dorthin mit Haupteingang und Portikus orientiert; den südlichen Kopfbau nimmt der große Vorlesungssaal ein. Rückwärtig streckte sich ursprünglich nur ein Westflügel nach Westen. Der Kernbau trägt auf dem Mitteltrakt ein flachgeneigtes Walmdach; die übrigen Gebäudeflügel sind flach gedeckt und haben teilweise Dachterrassen „für Arbeiten im Freien“. Laut Baubeschreibung von 1936 ist das Gebäude ein Backsteinbau mit Hohlsteindecken, außen mit gelbem Kalkputz und in den Bereichen der Walmdächer mit dunkel engobierten Ziegeln gedeckt. Die Fenster weisen glatt geputzte Faschen und Kunststein-Sohlbänke auf. Haupteingang und Sockel sind mit Muschelkalkplatten bekleidet. Die Fassaden kontrastieren in den Materialien zur Gestaltung des alten Krankenhaus-Ensembles mit dessen traditionellen gelben Klinkerfassaden. Im Inneren des denkmalwerten Kernbaus ist die bauzeitliche Eingangshalle mit Treppenhaus erhalten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Humboldtallee 23
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Beyerstraße · 176 m
- Göttingen Blauer Turm · 254 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)