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Göttingen, Stadt, Gotmarstraße 8, Stadthaus

Verwaltungsgebäude · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Das ehemalige Stadthaus der Stadt Göttingen besetzt als drei- bis viergeschossiger Massivbau am Johanniskirchhof markant die Straßenecke Gotmarstraße / Paulinerstraße und betont die beiden städtebaulichen Hauptausrichtungen durch steil aufragende Dreieckschildgiebel. In der Materialität mit beigem Bruchkalksteinmauerwerk und roten Sandsteingliederungen sowie den gotischen Bauformen greift die Architektur Merkmale der beiden in der Nähe liegenden Gebäude der Johanniskirche und des (Alten) Rathauses auf. Die Fassaden sind teilweise malerisch mit verschiedenen Fensterformen und in ihrer Anordnung asymmetrisch gestaltet. Auf der Südseite ist an der Straßenecke ein großes geschlossenes Wandfeld freigehalten, das mit einem prächtigen Schmuckrelief aus rotem Sandstein verziert ist. Es zeigt eine spätgotische Ädikula mit Wimperg, Maßwerk und Fialen, die das „G“-Stadtwappen rahmen; darunter steht der Schriftzug „Erbaut 1902“. Der ehemalige Haupteingang befindet sich ebenfalls an der zur Johanneskirche ausgerichteten Südseite und besteht nach einer Freitreppe aus einer rippengewölbten Vorhalle. Als Windfang ist hier die originale Zweiflügeltür mit „Stadthaus“-Schriftzug des alten Stadthauses aus den 1950er Jahren erhalten. Der Eingang führt im Inneren zur ebenfalls rippengewölbten Eingangshalle mit dem Haupttreppenhaus. Die rückseitige Hoffassade ist wesentlich schlichter gestaltet und verputzt. Eine Besonderheit sind viele aus der Erbauungszeit erhaltene Originalfenster.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Gotmarstraße 8
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)