Göttingen, Stadt, Goßlerstraße 14, Augenklinik
Ehemalige Augenklinik der Universitätskliniken Göttingen, erbaut 1904-06 als differenzierter Baukörper: Freistehendes, breit gelagertes, zwei- bis dreieinhalbgeschossiges Gebäude auf L-förmigem Grundriss mit Vor- und Rücksprüngen (u.a. geschwungen vortretenden Treppenhäusern), gegliederten und unterschiedlich hohen Baukörpern, Steildächern, hellgelben Klinkerfassaden und geschwungenen Ziergiebeln. Der Bau ist in allen Fassaden allansichtig konzipiert. Diese schließen sich gestalterisch an die älteren Krankenhausbauten in der Nachbarschaft an, sind im Sockelgeschoss und an den Gebäudekanten markant gebändert, die Fenster sind durchweg segmentbogenförmig. Im Sockelgeschoss lagen Heizungsräume, Wirtschaftsräume und ein Arztkasino sowie ein Raum für Tierversuche. Im Hochparterre des Haupttrakts befanden sich die poliklinischen Räume und Untersuchungszimmer mit eigenem Eingang. Die Abteilung für Frauen, Kinder und Privatpatienten sowie die Operationsabteilung lagen im ersten Obergeschoss, die Männerabteilung im zweiten Obergeschoss. Im östlichen Seitenflügel befanden sich ein Hörsaal, Kursräume und das Direktorenzimmer. Im ausgebauten Dachgeschoss lagen eine Fotoabteilung und Personalwohnungen. Mit der 1906 fertiggestellten Universitäts-Augenklinik war das Neubaugebiet der ehemaligen "Vereinigten Kliniken Göttingen" an der Goßlerstraße abgeschlossen wurde. Klinikdirektor zur Erbauungszeit war Arthur v. Hippel. Die Planung stammt von Architekt Wittler und Kreisbauinspektor Gronewald.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Goßlerstraße 14
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)