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Göttingen, Stadt, Goßlerstraße 10, Pathologisches Institut der Universitätskliniken Göttingen

Institutsgebäude · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Pathologisches Institut der Universitätskliniken Göttingen, erbaut 1889-1891. Das Institutsgebäude besteht aus einem differenzierten Gebäudekomplex, der sich deutlich von der Goßlerstraße absetzt, um einer Vorfahrt mit Ziervorgarten sowie einem „Leichenhof“ Platz zu schaffen. Vor der östlichen Gartenseite befand sich ehemals ein Eiskeller mit Erdaufschüttungen. Der nördliche Teil ist dreigeschossig und als Dreiflügelanlage konzipiert, die sich vom Krankenhausgelände abwendet und zur Goßlerstraße öffnet und als Lehrgebäude diente. Daran schließt sich nach Süden über einen zweigeschossigen Gang ein zweigeschossiges Obduktionsgebäude an, das im Erdgeschoss über einen Leichenkeller und eine Kapelle auf achteckigem Grundriss sowie im Obergeschoss über einen Operationssaal und einen Seziersaal mit jeweils besonders großen Fenstern zur Tagesbelichtung verfügte. Wie bei allen älteren Gebäuden des historischen Klinikkomplexes zeichnen sich die dekorierten Fassaden durch gelbes Klinkermauerwerk mit braunen Bänderungen aus. Ein Großteil der bauzeitlichen Fenster ist erhalten sowie im Inneren die historischen Grundrisse ebenso wie die Treppenhäuser und zahlreiche Türen mit Bekleidungen.
Das Pathologische Institut der „Vereinigten Kliniken“ Göttingen entstand nach Vorschlägen der Göttinger Lokalbauverwaltung im Einvernehmen mit der Bauverwaltung im Berliner Ministerium der öffentlichen Arbeiten, wobei die Ausführung unter der Oberleitung des Göttinger Kreisbauinspektors Hans Breymann und örtlicher Bauleitung von Regierungsbaumeister Weyer erfolgte. Medizinischer Institutsdirektor zur Planungs- und Bauzeit war Johannes Orth. Das Gebäude ist musterhaft 1892 im „Centralblatt der Bauverwaltung“ und 1905 im „Handbuch der Architektur“ veröffentlicht worden.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Goßlerstraße 10
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)