Göttingen, Stadt, Geismar Landstraße 11, Sternwarten-Garten
Garten und Freiflächen der ab 1803 erbauten Sternwarte, mit Messpfeilern für Beobachtungen sowie Fundamentresten des Gauß’schen „Magnetischen Oberservatoriums“. Der 1883 mit einer Mauer eingefriedete Sterwarten-Garten bzw. seine Freiflächen dienten der Abschirmung des im 19. Jahrhundert von Schaulustigen aufgesuchten Sternwarten-Geländes, um Gauß und seinen Wissenschaftler-Kollegen ungestörtes Beobachten und Forschen zu ermöglichen. Im Garten befinden sich historische Sandsteinpfeiler und Messpunkte, die als Sockel für Beobachtungen und Vermessungen verwendet wurden. Nahe der Westspitze des Gartengrundstücks stand bis zur Translozierung 1902 das Gauß’sche „Magnetische Oberservatorium“ von 1833/1866 (jetzt Herzberger Landstraße 182), dessen originale Fundamentreste im Sternwarten-Garten erhalten, freigelegt und sichtbar sind. Der Sternwarten-Garten war ausweislich alter Abbildungen bis Mitte des 19. Jahrhunderts zunächst eine schlichte Rasenfläche und wurde wohl erst nach der Mauereinfriedung von 1883 und beim Sternwarten-Umbau von 1887/88 mit Spazierwegen, Rondell und Baumallee an der Geismar Landstraße ausgestattet.
Im Zuge der 1901 nördlich der Sternwarte angelegten Keplerstraße (ursprünglich: Prinz-Albrecht-Straße) wurde auf deren Südseite zwischen den Grundstücken Keplerstraße 14 und 18 absichtsvoll eine Fläche (Flurstück 307/2) von Bebauung freigehalten. Zweck der Baulücke war, Beobachtungen auch nach Norden (insbesondere auch im Meridian) zu ermöglichen, wobei sich von hier aus auch die einzige Gesamtansicht auf die nördlichen Hoffassaden des Sternwarten-Gebäudes bietet. (Siehe dazu: Gruppe Keplerstraße 14/18.)
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Geismar Landstraße 11
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Neues Rathaus · 174 m
- Göttingen David-Hilbert-Straße · 238 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)