Göttingen, Stadt, Botanischer Garten und Gewächshäuser, Gruppe baulicher Anlagen
Der 1736 von dem Mediziner und Botaniker Albrecht Haller gegründete Botanische Garten erstreckt sich beidseits des Ernst-Honig-Walls. Ab 1777 wurde er mehrfach erweitert - zunächst innerhalb, ab 1795 auch außerhalb des Stadtwalls. Drei Walldurchgänge verbinden den Gewächshausbereich - mit Regenwald-, Cycadeen-, Araceen-, Kakteen-, Sukkulenten-, Farnhaus und Orangerie - im Süden mit den ab 1795 angelegten Freilandanlagen nördlich des Walles. Die ältesten Gewächshäuser wurden zwischen 1803 und 1811 errichtet. Den südöstlichen Bereich bildet das Arboretum, an das sich westlich das Alpinum mit Teich anschließt. Es wird durch geschwungene Wege erschlossen und durch einen Rest der einstigen Stadtmauer nach Norden abgegrenzt. Nördlich davon befindet sich das Hochschulgebäude, das um 1880 erbaut wurde, östlich erstreckt sich der "Historische Garten", der sich aus einem Kulturpflanzen-, Heilkräuter- und Unkrautbereich zusammensetzt. Der Kulturpflanzenbereich erinnert mit seinem geometrischen Grundriss und den Buchsbaumhecken an einen mittelalterlichen Klostergarten. An den Teich grenzt westlich der geometrisch gegliederte Evolutionsgarten (Botanische Systematik) mit Pergolen und kleinen Teichen. Südlich des Evolutionsgartens und des Teichs fließt der Reinsgraben, der 1795 in ein Bett gefasst wurde und heimische Uferpflanzen beherbergt. Am westlichen Ausgang befindet sich der sogenannte Farnhang mit verschiedenen Farnarten und weiteren Schattenpflanzen. Im Süden des Gewächshausbereiches befinden sich die Freiflächen für die Kübel- und Sommerbepflanzung. Hier steht auch das Institutsgebäude, das um 1870 als Gärtnergehilfenwohnhaus gebaut wurde.
- Denkmalschutz-Kennung
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- Göttingen Weender Straße-Ost · 278 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)