Göttingen, Stadt, Bismarckstraße
Wasserhochbehälter der Stadt Göttingen, erbaut 1902 (i) am oberen Ende der 1902-1905 zu Ehren von Friedrich Schillers 100. Todesjahr nach Plänen wohl vom hannoverschen Gartenbaudirektor Julius Trip im englischen Landschaftsstil angelegten Parkanlage „Schillerwiese“. Der Architekt des Bauwerks ist nicht überliefert; zu vermuten ist Göttingens damaliger Stadtbaumeister Friedrich Jenner (vgl. zeitgleich Bismarckstein von 1902-03). Oberirdisch sichtbar ist lediglich das Eingangsbauwerk des Wasserhochbehälters. Dieses streng symmetrische Gebäude auf einem quadratischen Grundriss mit einem Zeltdach ist in den Fassaden als trutzig erscheinender Wehrturm im Neurenaissancestil gestaltet. Das zweischalige Mauerwerk zeigt außen rote Buntsandsteinquader mit stilisierten Zierbossen, wobei der untere Teil des hinten mit dem Wasserreservoir-Hügel angeschütteten Gebäudes mit geböschten Fassaden versehen ist, gegliedert durch große Blendbögen, die seitlich vergitterte Fenster und vorne (Westseite, hangabwärts) das Eingangsportal enthalten. Das Portal weist eine zweiflügelige Schmuck-Eisentür und oben ein Thermenfenster auf, darüber sind in Stein gehauen das Göttinger Wappen „G“ und das Baujahr „1902“. Das Gebäudeinnere besitzt keine bauzeitliche Ausstattung mehr.
Das eigentliche Wasserreservoir befindet sich unsichtbar hinter dem Eingangsbauwerk unterirdisch und mit einem Erdhügel überworfen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Bismarckstraße
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Hainbundstraße · 294 m
- Göttingen Ewaldstraße · 529 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)