Göttingen, Stadt, B 3, km 6,008, Schiefe Wegebrücke der Dransfelder Rampe
Sog. "Schiefe Wegebrücke", erbaut 1852-53 für den Abschnitt der Dransfelder Rampe im Zuge der Hannöverschen Südbahn.
Die über die Bahnlinie hinweg gebaute Chausseebrücke war eines der wichtigeren Projekte der technisch aufwändigen, frühen Bahnstrecke im Königreich Hannover, welche Hannover über Göttingen mit Hannoversch-Münden und der damals noch ausländischen Stadt Kassel über einen Berg hinweg verband. Noch zur Bauzeit veröffentlichte Projektleiter Rumpf die mustergültige Brücke 1854 in einer Baufachzeitschrift.
Die Bahntrasse wird in diesem Abschnitt in einem Geländeeinschnitt geführt und trifft in schrägem Winkel auf die Chaussee nach Dransfeld, die zugleich ansteigt, was insgesamt zu einer geometrisch anspuchsvollen Form führte. Besonders aufwändig ist daher der Steinschnitt der in Sandsteinquaderbauweise errichteten Flachbogenbrücke mit seitlichen Futtermauen. Die oben liegende Chaussee-Fahrbahn ist seitlich mit sandsteinernen Schmuckbalustraden abgeschlossen.
Nach der Stilllegung dieses Streckenabshcnitts wurden die Gleise zwischen Göttingen und Dransfeld 1982 abgebaut; die Bahntrasse ist jetzt ein Fahrradweg.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Groß Ellershausen
- Adresse
- B 3, km 6,008
- Gemarkung
- Groß Ellershausen
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)