Göttingen, Stadt, Ascherhäuser Feld 1, Obere Villa (Gebäude-Nr. 19)
„Obere Villa“ der Provinzial-Irrenanstalt, erbaut 1888. Zweigeschossiger Bau mit gelben Sichtbacksteinfassaden und farblich abgesetzten Gesimsbändern sowie Segmentbogenfenstern und flachen Satteldächern. Das Gebäude war Teil von bis zu vier geplanten Villen-Musterbauten des ersten Anstaltsdirektors Ludwig Meyer, die er 1891 in seiner großen Beschreibung der Anstalt vorstellte und so begründete, dass die neuen „Krankenwohnungen (…) in erster Linie von allem irrenhausartigen absehen“ sollten. Architekt war der Göttinger Stadtbaumeister Heinrich Gerber. Die „Obere Villa“ diente der Aufnahme von 36 männlichen Kranken sowie im Kellergeschoss der Gärtner-Wohnung. Eine erste „Untere Villa“ von 1884 war das bauliche Vorbild, stand etwa an der Stelle des heutigen großen Krankenhaus-Parkplatzes und wurde später abgebrochen. Weitere Kranken-„Villen“ wurden nicht mehr gebaut, so dass die „Obere Villa“ (heute Ascherhäuser Feld 1) das einzige verbliebene Beispiel ist. Der Baukörper ist gekennzeichnet durch kräftige Vor- und Rücksprünge, wobei der auffällige, polygonale Garten-Erker den großen „Tagesraum“ der Kranken nach außen abbildete.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Ascherhäuser Feld 1
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)