Göttingen, Petrikirchstraße, Grätzel-Mausoleum
Das laut Inschrift 1806 erbaute Mausoleum der Fabrikantenfamilie Grätzel ist ein Massivbau auf querrechteckigem Grundriss unter Walmdach. Das Bruchsteinmauerwerk der mit sauber ausgebarbeiteter Eckquaderung versehenen Seiten- und Rückfassaden war ehemals auf Verputz angelegt. Die Schaufassade nach Westen ist aus rotem Werkstein und zeigt mittig einen aus hellem Sandstein gefertigten Eingangsportikus mit dem Tympanon-Schriftzug "Gineribus Graetzelianis" (Dem Geschlecht der Graetzels) sowie darunter im Gebälkfries das Baujahr "1806". - Der hohe Innenraum ist über ein paar Treppenstufen abgetieft. Er weist einen Schmuckfliesenboden auf und wird oben durch ein querliegendes, verputztes Tonnengewölbe mit Kappen geschlossen. In einem eisernen Gestell sind 11 Holzsärge von Mitgliedern der Familie Grätzel von Grätz aufgebockt. Darüber hängt an der Ostwand eine Erinnerungstafel aus schwarz poliertem Stein mit den eingravierten den Namen und Lebensdaten von neun in den Jahren 1802-1906 Verstorbenen der Familie; die Platte wird von einem Kreuz mit der Inschrift "Jch weiss, dass mein Erlöser lebet. / Hiob 19,25." bekrönt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Weende
- Adresse
- Petrikirchstraße
- Gemarkung
- Weende
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Im Hassel · 249 m
- Göttingen Petrikirchstraße · 399 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)