Göttingen, Historische Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek
Der Komplex der sogenannten Historischen Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen nimmt mehr als ein halbes Altstadtquartier zwischen Prinzenstraße, Papendiek sowie Paulinerstraße ein und besteht neben der im Kern mittelalterlichen Paulinerkirche vor allem aus barocken und gründerzeitlichen, zwei- bis dreigeschossigen, repräsentativen Massivbauten durchweg unter Walmdächern, die sich in mehreren Flügeln nördlich und östlich an den ehemaligen Kirchenbau anschließen. Innerhalb der von der gemeinsam Bibliotheksnutzung historisch und funktional geprägten Gruppe nehmen zwei Bauten des frühen 20. Jahrhunderts Sonderrollen ein: Östlich angeschlossen entstand ein monumentaler siebengeschossiger Magazinbau (Johannisstraße 19, 20, 21), dessen Fassaden in Formen des Reformstils gestaltet sind. Höhenmäßig ins Gegenteil abweichend ist der niedrige Westflügel Papendiek 15, der nach einem Planwechsel zunächst kurz als Sitz des Geographischen Seminars diente. Zur Bibliotheksgruppe gehören mehrere Freiflächen, so die drei Innenhöfe und der Lichtenberghof genannte westliche Eingangsvorhof am Papendiek, ebenso wie die Freifläche südlich der Kirche an der Johannisstraße. Letztere war der im 17. Jahrhundert geschlossene frühere Friedhof (Pauliner-Kirchhof), der 2020 nach einer archäologischen Teilausgrabung neu gestaltet wurde.
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Bahnhof/ZOB · 491 m
- Göttingen Markt · 123 m
- Göttingen Groner Straße · 205 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)