Göttingen, Bürgerstraße 36/38, Jüngere Turnhalle der ehem. Volkschule West
Zweite Turnhalle der ehem. „Westlichen Volksschule“ (später „Jahnschule“), erbaut um 1910 östlich des Hauptgebäudes und in Verlängerung der ersten Turnhalle ausgerichtet an der Bunsenstraße. Der Entwurf stammt vermutlich von Stadtbaurat Otto Frey (vgl. den neubarocken Bau der Höheren Mädchenschule Friedländer Weg 19 von 1911-13).
Eingeschossiger Walmdachbau mit Putzfassaden, umlaufendem Brüstungsgesims und hohen Fenstern. Die jeweils fünf Längsseiten-Fenster sind als Besonderheit mit profilierten Sandsteingewänden eingefasst, deren Oberflächenbearbeitung (Scharrierung), Ohrung und florale Sturzverzierung barocke Vorbilder aufgreift. Der ehemalige Haupteingang an der nördlichen Schmalseite ist nur noch in der Dachzone ablesbar und vom modernen Verbindungsbau verdeckt. An der südlichen Schmalseite befindet sich abgesetzt ein niedriger Geräteraum-Anbau mit Walmdach, der vermutlich gleichzeitig mit der Turnhalle entstand.
Im Inneren sind die historischen Grundrissstrukturen und der große Turnsaal erhalten. Die Saaldecke ist modern verkleidet; profilierte Unterzüge deuten eine ehemalige Gestaltung des weitgespannten Tragwerks an.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Bürgerstraße 36/38
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Bunsenstraße · 129 m
- Göttingen Cramerstraße · 155 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)