Göttingen, Bühlstraße 10
Repräsentative Ostviertel-Villa, errichtet 1889 (i), in Ecklage Bühlstraße/Baurat-Gerber-Straße, mit Vorgärten und Hauptausrichtung des Gebäudes zu den beiden Straßenseiten. Das zweieinhalbgeschossige Gebäude auf rechteckigem Grundriss unter Satteldach ist mit Fassaden in moderaten Formen der Neorenaissance ausgestattet, wobei das Prinzip Symmetrie (vor allem an der siebenachsigen Bühlstraßen-Front nach Westen) dominiert. Im Einzelnen bestehen die Fassaden aus den in Göttingen seit den 1880er Jahren modernen gelben Klinkern, hier traditionell abgesetzt mit Rotsandsteinbauteilen für die Rahmungen der Fenster, sowie für Gesimse, stilisierte Eckquader, Entlastungsbögen und vor allem die Rahmung des Mittelrisalits mit Schildgiebel und steinernem großem Muschelaufsatz. Die gestalterische Wirkung des prächtigen Ziergiebels wird auch durch seitlich ruhige Flächen des Satteldachs ermöglicht. Der Hauseingang liegt auf der nördlichen Giebelseite und wird durch einen schmalen Treppenhausrisalit betont. Typischerweise ist die östliche Rückfassade gestalterisch anspruchsloser ausgebildet; dort sind später asymmetrische, moderne Anbauten hinzugekommen. Zum Baudenkmal gehört die wohl bauzeitliche Vorgarteneinfriedung des Grundstücks mit gerundeter Eckmauer, Eisenzaun usw.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Bühlstraße 10
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Theaterplatz · 87 m
- Göttingen Albaniplatz · 151 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)