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Göttingen, An der Insel 4, St.-Pankratius

Kirche · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Die evangelisch-lutherische St.-Pankratius-Kirche steht in der Dorfmitte auf dem von drei Straßen eingerahmten und mit einer Mauer eingefriedeten ehemaligen Friedhof. Ältestes Gebäudeteil der Kirche ist der Westturm auf einem querrechteckigem Grundriss, der noch aus dem Mittelalter stammen soll. Er schließt oben ab mit einem eingezogenen, verschieferten Glockengeschoss unter einem Zeltdach. Das Kirchenschiff ist ein barocker Ersatzneubau von 1755 nach Plänen des Göttinger Architekten Johann Michael Müller als quer ausgerichtete Saalkirche unter einem Walmdach. Die ursprünglich auf Putz anlegten Bruchsteinfassaden auf einem hohen Werksteinsockel zeigen sauber gearbeitete Eckquaderungen mit fünf hohen Segmentbogenfenstern an der südlichen Langseite. Das Hauptportal befindet sich an der nördlichen Schmalseite und nennt darüber auf der großen Inschriftentafel in Latein das Baujahr sowie die beteiligten Kirchenleute. Im Zuge einer umfassenden Umgestaltung des Inneren durch den Kirchenarchitekten Eduard Wendebourg aus Hannover 1895-96 entstand an der südlichen Schmalseite ein Apsisanbau in neuromanischen Fassadenformen mit schlichter Lisenengliederung und drei Rundbogenfenstern. Damit einher ging im Innern mit neuer Ausstattung eine Umorientierung von einer Querkirche zu einer konventionellen - allerdings nach Süden ausgerichteten - Längskirche. Dass der Apsisanbau ebenfalls Bruchsteinfassaden zeigt, deutet darauf hin, dass auch das barocke Kirchenschiff schon damals keine Putzfassaden mehr aufwies.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Esebeck
Adresse
An der Insel 4
Gemarkung
Esebeck

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)