Göttingen, Am Eikborn 30, St. Martinuskirche
Die evangelisch-lutherische St. Martinuskirche steht im historischen Dorfkern auf einem auffällig kleinen Kirchhofgrundstück. Der gedrungene Westturm auf quadratischem Grundriss ist im Kern mittelalterlich mit einem jüngeren, schieferverkleideten Fachwerkaufsatz, bekrönt von einer Welschen Haube mit Laterne. Die östlich anschließende klassizistische Saalkirche ist ein Ersatzneubau von 1829-30 mit Bruchsteinfassaden und Sandsteineckquaderungen unter einem nach Osten abgewalmten Satteldach. Die Längsfassaden sind ausgewogen in fünf Achsen mit rundbogigen Fenstern und mittigen Portalen gegliedert. Überall sind historische Türflügel erhalten. Das wegen des leicht abfallenden Geländes erhöht liegende Sakristeiportal in der Ostfassade ist durch eine zweiläufige Freitreppe besonders ausgezeichnet. Die darüber angebrachte große Steintafel nennt als Baujahr MDCCCXXIX (1829) sowie sämtliche Baubeteiligte, nach den Kirchenleuten auch F. Berg als Senator und Baudirigent, C. H. Jacob als Baumeister und Bauaufseher sowie H. Linne als Maurermeister. – Das Innere wird u.a. bestimmt von der dreiseitig geführten Empore und dem als pilastergerahmte Tempelfront gestalteten Kanzelaltar; seitlich des Altartischs führen rundbogige Durchgänge hinter die Schauwand in die rückwärtige Sakristei.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Elliehausen
- Adresse
- Am Eikborn 30
- Gemarkung
- Elliehausen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Am Eikborn · 73 m
- Göttingen Gesundbrunnen · 152 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)