Geestland, Stadt, Amtsstraße 17, Burg Bederkesa
Zweigeschossige, nach Osten geöffnete, dreiflügelige Anlage in Backsteinbauweise unter Satteldach mit roten Hohlpfannen. Schulter- und Firststaffeln an den Dächern der Flügelbauten.
Die Burganlage entstand sukzessive vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der älteste Teil ist der Südflügel mit zweischiffigem Gewölbekeller, 1457-1460 (i). Nach Verkürzung des Südflügels um 1740 erfolgt ein eingeschossiger Anbau unter Schopfwalmdach mit roter Hohlpfannendeckung, teils als massiver Backsteinbau, teils als Fachwerkbau mit Backsteinausfachung. Der Nordflügel wurde 1535/36 erbaut; beide Flügel wurden um 1579 durch einen fünfachsigen Mitteltrakt miteinander verbunden. Dieser weist an der Ostfassade ein Zwerchhaus in Fachwerkbauweise und Schleppgauben sowie an der Westfassade ebenso Schleppgauben und einen mittig angesetzten, eingeschossigen Erker in Fachwerkbauweise auf. 1611/12 erfolgte der ursprüngliche Bau des polygonalen Treppenturmes in der Nordwestecke des Hofes. Erschließung über das Eingangsportal in der südwestlichen Hofecke und eine einläufige Treppenanlage mit Sandsteinwangen. Im Burghof steht eine Roland-Statue aus Sandstein von 1602. Eine umfassende Sanierung erfolgte 1976-1983, dabei wurde der 1749 abgetragene Turm und der ruinöse Nordflügel nach dem Ausgrabungsbefund und einem Stich von Wilhelm Dilich von 1604 rekonstruiert sowie eine Originalsandsteinplatte von 1460 über der Haupteingangstür im Innenhof angebracht. Heute genutzt als archäologisches und kulturhistorisches Museum.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Bederkesa
- Adresse
- Amtsstraße 17
- Gemarkung
- Bederkesa
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)