Klosteranlage Wittenburg
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Hoch über der Ortschaft auf dem stark ansteigenden Berg gelegene Anlage eines Klosters, von der obertägig sichtbar die große Klosterkirche (St. Marie und Willehad-Kirche), der Garten und im Osten und Süden einige Mauerreste erhalten sind. Die weithin das Bild der Landschaft prägende gotische Klosterkirche befindet sich an der Stelle einer ehemaligen, mittelalterlichen Burganlage, die dem Ort den Namen gegeben hat und Ende des 12. Jh. als Besitz des Hildesheimers Domkapitels belegt ist. Da den Bischöfen seit Beginn des 13. Jh. auch die nahe gelegene Poppenburg gehörte, war die militärische Bedeutung der Wittenburg vermutlich nachrangig und der Ort wurde im 14. Jh. zu einem Augustiner-Chorherrenstift umgewandelt. 1497/98 entstand die große Saalkirche, die um 1500 an der Südseite um einen Sakristeianbau erweitert wurde. Nach der Einführung der Reformation im Jahr 1543 wurde das Kloster schließlich unter Herzog Heinrich Julius 1580 säkularisiert und von den Welfen als Domäne und landwirtschaftliche Versuchsanstalt bewirtschaftet bzw. verpachtet. Seit der Rückübertragung nach dem Zweiten Weltkrieg an die örtliche Kirchengemeinde wird die Klosterkirche wieder für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Wittenburg, Nr. 45
- Gemarkung
- Wittenburg
- Baujahr
- 1497
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)