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Duderstadt, Stadt Duderstadt, Stadt, Steintorstraße 56

Wohnhaus · Einzeldenkmal · Duderstadt, Stadt

Zweigeschossiges, traufständiges Fachwerkwohnhaus der 3. Duderstädter Bauperiode (1600-1650/Renaissance) in Reihe, Stockwerksbauweise mit Geschossüberstand und aufwändiger Gestaltung der Balkenzonen und der Brüstung im Obergeschoss über Sockel mit moderner Klinkerverkleidung, Satteldach mit breitem Dachaufbau, errichtet lt. Duderstädter um 1620, Umgestaltung des Erdgeschosses wohl 18./19. Jh., breiter Dachaufbau um 1900.
Das Obergeschoss mit seiner Balkenzone und dem Traufgesims noch in reicher bauzeitlicher Gestaltung: drei Gefachachsen im gebundenen System, alle befenstert. Die Balkenzonen über dem Erd- und Obergeschoss mit gerundeten, gefasten Balkenköpfen (über dem EG zusätzlich mit Querriefen), Füllhölzer mit Eierstab, Schwellenunterkanten mit Schiffskehlen und Taustäben (im Traufgesims modifizierter Kugel/Stab-Fries), die Schwellenfronten mit laufendem Hund (OG) bzw. invertiertem Bogenfries (Traufe) unter Kugel/Stab-Fries und Karniesprofil.
In den Brüstungsfeldern eierstabgerahmte Brüstungstafeln, darauf Doppelblendarkaden mit, ornamentierten Pilaster- und Bogenfronten, Eierstabbögen und aufgesetzten Blütenkelchrosetten in den Bogenfeldern. Ergänzend das durchlaufende kräftige Brüstungsgesims mit Karniesprofil über Kugel/Stab-Fries und invertiertem Bogenfries.
Das Erdgeschoss wohl im 18./19.Jh. verändert. Drei Gefachachsen: zwei Fenster links, die breitere Achse mit der Hauseingangstür über einer Stufe mit modernem, teilverglastem Türblatt rechts.
Alle Fenster mit schlichten, umlaufenden Faschen, im Erdgeschoss durch ein Sohlbankbrett verbunden.

Das Satteldach straßenseitig mit gebäudebreiter Fachwerkgaupe mit zwei Fenstern und Schleppdach, wohl A. 20. Jh. (auf Bauzeichnung 1924 bereits vorhanden) in Anlehnung an die zeitgleichen Vorbilder des „Duderstädter Mansarddaches“.
Hofseitig eine Doppelgaupe unter Schleppdach links.

Die bauzeitliche Hoffassade durch jüngere rückwärtige Erweiterung mit zwei Fenstern und Brettverkleidung unter verlängertem Aufschiebling verdeckt: wohl Fachwerk mit Putzfassade, nur im OG sichtbar, im EG durch den Anbau Z001 verdeckt.

Zur Information: das Innere modernisiert und stark überformt, Holztreppe 1. H. 20. Jh., alle Türen ausgetauscht. - Lt. Eigentümerauskunft keine Unterkellerung vorhanden.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Duderstadt
Adresse
Steintorstraße 56
Gemarkung
Duderstadt

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)