Dinklage, Stadt, Burg Dinklage (Abtei St. Scholastika), Gruppe baulicher Anlagen
Eine erste, weiter östlich gelegene und im Gelände noch erkennbare Burg der Ritter von Dinklage (Ferdinandsburg) als Raubritterburg 1374 von den Bischöfen von Osnabrück und Münster zerstört. Ab 1392 von den vier Söhnen die nach ihnen benannten Burgen Dietrichsburg, Hugoburg und Herbordsburg sowie eine vierte nicht namentlich bekannte und schon früh aufgegebene Burg erbaut. 1671 als Lehen in den Besitz der Familie von Galen gelangt, die Dietrichsburg von da an alleiniger Wohnsitz. Diese eine von Gräften umgebenen Insel liegende Vierflügelanlage mit Bauteilen aus dem 16. und frühen 17. Jh. Nördlich davon die Hugoburg, deren Reste 1840 zugunsten des Baus einer neuen Burgkapelle abgebrochen wurden, daneben die Mühle aus dem 18. Jh. mit Wirtschaftsgebäude. Südlich der Dietrichsburg ehemals die Herbordsburg, Reste in der Rentei von 1677 erhalten. Seit 1949 in der Anlage ein Benediktinerinnenkloster eingerichtet.
Die Gebäude auf Inseln in einem System von Graftanlagen gelegen, das weit nach Osten in das parkartige, in Wald übergehende Gelände ausgreift. Dort auf einer Graftinsel die Reste der Ferdinandsburg. Der Hauptzugang zur Burganlage von Nordwesten über eine Brücke, an die sich die Burgallee anschließt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Dinklage
- Adresse
- Burgallee
- Gemarkung
- Dinklage
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)