Celle, Stadt, Trift 13, Zucht-, Werk- und Tollhaus
Freistehender Gebäudekomplex in Form einer barocken Dreiflügelanlage unter ziegelgedeckten Mansarddächern, gruppiert um einen Innenhof mit straßenseitigem Abschluss durch ein Torgebäude mit Glockenturm. Rückwärtig anschließend ein weiterer Zellentrakt mit zweitem Innenhof. Dreiflügeliger Kernbau zweigeschossig mit dreigeschossigem Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, hierin das hannoversche Wappen, geschaffen vom hannoverschen Bildhauer Christian Georg Vick. Gebäude in Backstein errichtet, verputzt, mit Quadersockel, Eckquaderungen, Fensterrahmungen und Geschossgesimsen aus Sandstein. Erbaut 1710-1729 durch den Oberbaumeister Johann Caspar Borchmann für die Lüneburger Landschaften (Landstände) auf königliche Initiative. Die seitlichen Tore sind auf "ANNO 1731" inschriftlich datiert, die Wetterfahne des Torturmes trägt die Jahreszahl "1733". Traditionell als "Zucht-, Werk- und Tollhaus" bezeichnet, heute Justizvollzugsanstalt. Der nördliche Flügelanbau war ursprünglich eingeschossig, seit 1883/84 dreigeschossig, 1902 um ein viertes Geschoss erweitert.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Celle
- Adresse
- Trift 13-15
- Gemarkung
- Celle
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)