Celle, Stadt, Mühlenstraße 14, Ratsmühle
Viergeschossiger, unterkellerter Massivbau in Rauhputz auf annähernd L-förmigem Grundriss. Vorspringender Backsteinsockel, Geschossgesims über dem Erdgeschoss, Fassaden gegliedert durch gleichmäßige Segmentbogenfenster, dabei vertikale Zusammenfassung der Fenster der drei Obergeschosse durch dreigeschossige Blendfelder mit geradem oberen Anbschluss im Mittelteil der Fassade. Zweiachsige Eckrisalite, hier Blendfelder mit segmentbogigen Abschlüssen. Oberer Abschluss des nordöstlichen Gebäudeteils (Mühlentrakt) durch ein zweigeschossiges, hohes Walmdach mit langen, durchgehend befensterten Schleppgauben in roter Hohlpfannenziegeldeckung. Das Satteldach des südwestlichen Gebäudeteils (Lager- und Verladetrakt) etwas niedriger. 1945-1948 als Nachfolgebau unter weitgehender Einbeziehung der Bausubstanz von 1898/99 errichtet.
Mühlenstandort seit 1378, 1389 zur "Ratsmühle" ernannt. Mehrfach komplett baulich erneuert, zuletzt 1898/99 Neubau einer ersten Industriemühle, die nach dem Brandereignis vom 6. zum 7. Juni 1945 wieder aufgebaut wurde. Dabei Innenkonstruktion unter Beibehalt der ursprünglichen Grundrisse in Beton erneuert sowie neues Dachgeschoss errichtet. Heute mit modernen Francis-Turbinen zur Stromerzeugung genutzt und in den übrigen Ebenen als Mühlenbetrieb bis 2009 in Funktion. Weitgehend historisch sind die im ersten Obergeschoss stehenden Walzstühle, die noch aus den vierziger und fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts stammen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Celle
- Adresse
- Mühlenstraße 14
- Gemarkung
- Celle
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)