Celle, Stadt, Französischer Garten, Gruppe baulicher Anlagen
Südlich der Stadt und des Schlosses von Celle, jenseits des Stadtgrabens angelegter Garten, dessen Anfänge wohl bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen. Ältestes Gebäude innerhalb des Gartens ist das 1611 erbaute Schlößchen, das als Lusthaus diente. In den Jahren 1695/96 wurde eine doppelreihige Lindenallee gepflanzt und gab dem einst geometrisch angelegten Lust- und Nutzgarten der Celler Herzöge eine bis heute bestehende dominante Mittelachse in Ost-West-Richtung. Ab 1772 sind einige Gartenpartien im neuen englischen Stil durch den Gartenbaumeister G.F. Krantz umgestaltet worden, zu dieser Zeit bekam auch das westlich gelegene Teichgeviert seine endgültige runde Form. Rund fünfzig Jahre später, ab 1821, legte der hannoversche Hofgärtner H.L. Wendland Pläne zur schrittweisen Umgestaltung in einen Landschaftspark vor, die aber erst ab 1848 durch den Garteninspektor Christian Schaumburg realisiert wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Osten ein Kinderspielplatz angelegt, im Westen ein kleiner Rosengarten. 1927 ist das Landesinstitut für Bienenforschung gegründet worden, das seinen Sitz bis heute im nördlichen Gartenbereich auf dem Gelände der ehemaligen Obstgärten mit Orangerie und Nebengebäuden hat.
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- Gemarkung Celle
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)