Celle, Stadt, Berggartenstraße 9
Quadratischer verputzter Massivbau unter ziegelgedecktem Pyramidendach. Zur Gartenseite bauzeitlicher Anbau mit Obergeschossbalkon, an den Fassaden umlaufender Brustwalm als eine Art Gurtgesims, der über dem Haupteingang von einem Halbbogenfeld unterbrochen ist. Eine Freitreppe führt zum Hauseingang mit bauzeitlicher Tür, gerahmt von ionischen Pilastern und Zieroberlicht. Die gesamte straßenseitige Fassade mit Fensteranordnungen, Gliederungen, Gauben und Schornsteinen in strenger Symmetrie und proportionaler Ausgewogenheit. Großer Bestand an bauzeitlichen Holzsprossenfenstern erhalten. Im Inneren in allen drei Geschossen dreizoniger Grundriss mit mittiger Erschließungsachse sowie Räumen links und rechts erhalten, ebenso Ausstattungsdetails wie Holzböden, Treppen mit Geländer und Türen mit Rahmungen, einfache Stuckvouten an den Erd- und Obergeschossdecken; Pfettendachkonstruktion. Erbaut 1911 durch den Celler Architekten Otto Haesler in zurückgesetzter zweiter Reihe und damit Zeugnis des nicht weiter verfolgten ersten Bebauungsplanes aus der Zeit um 1910, der ursprünglich eine zweireihig gestaffelte Wohnbebauung vorsah, bei der die rückwärtigen Grundstücke nur durch schmale Fußwege erschlossen werden sollten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Celle
- Adresse
- Berggartenstraße 9
- Gemarkung
- Celle
ÖPNV in der Nähe
- Celle Landessozialgericht · 229 m
- Celle Allgemeines Krankenhaus · 362 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)