Celle, Stadt, Berggartenstraße 21
Freistehendes giebelständiges eingeschossiges villenartiges Wohnhaus mit hohem - zweigeschossig ausgebautem - Satteldach und seitlichen Zwerchhäusern. Die Fassaden in Mischbauweise: im Erdgeschoss analog zu den neben stehenden Nummern 20 und 22 massives Backsteinmauerwerk, alle vier hohen Dachgiebel in Fachwerk mit traditionell abgezimmerten Geschossvorkragungen (Gartenseite mindestens seit 1921 holzverkleidet). Das Zierfachwerk in originellen Formen, u. a. mit rautenförmigen und kreisrunden Putzgefachen. Die symmetrisch gestaltete Straßenfassade im Erdgeschoss wird dominiert von zwei Fachwerk-Polygonalerkern mit geschwungenen, blechgedeckten Dachhauben, die das in der Berggartenstraße mehrfach aufgegriffene Gestaltungsmotiv der "bay windows" variieren. An den seitlichen Längsfassaden leicht vortretende Mittelrisalite, auf denen die Fachwerk-Zwerchhäuser aufstehen, nordseitig kombiniert mit dem Hauseingang. Großer Bestand an bauzeitlichen Fenstern, Eingangshalle und Treppenhaus werden von farbigen Bleifenstern belichtet. Bauzeitliche Grundrisse weitgehend erhalten, ebenfalls zahlreiche Bestandteile von historischen wandfesten Ausstattungen der Zeit 1910 bis 1920: Treppen, Erdgeschoss-Parkett- und Obergeschoss-Dielenböden, Wandverkleidungen, Stuckvouten unter den Decken, Türen mit Rahmungen und Beschlägen, Wandschränke. Erbaut 1909/10 durch den Celler Architekten Otto Haesler, erster Umbau 1919/20 ebenfalls durch Haesler.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Celle
- Adresse
- Berggartenstraße 21
- Gemarkung
- Celle
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)