Bückeburg, Stadt, Schloßplatz 1, Fürstliches Residenzschloss, Hauptbau
Drei- bis viergeschossiger Massivbau aus regionaltypischem Obernkirchner Sandstein als Corps de logis in unregelmäßiger vierflügeliger Schlossanlage, im Kern aus dem 14. und 15. Jahrhundert, von 1894-98 erweitert. Symmetrische, hell verputzte Hauptfassade in der Blick- und Wegeachse der einzigen Erschließung der von Wasser umgebenen Schlossinsel von Nordosten. Nach Westen angrenzende Flügelbauten aus Bruchstein, die einen eigenen, kleineren trapezförmigen „Neben-Innenhof“ ausbilden, in dessen Innenecke ein schmaler Turm mit an die Steigung der Wendeltreppe angepassten schrägen Laibungen der Fenster und einem Zeltdach steht, ein weiterer Turm mit konkav gewölbtem Dach befindet sich im Südosten des Innenhofes. Diese Seitenflügel mit zahlreichen Welschen Giebel geschmückt. Zentraler mittelalterlicher Wehrturm auf quadratischer Grundfläche mit Glockendach und offener Laterne als leicht außermittige Erschließung in die Ostfassade integriert. Die drei Vollgeschosse links und rechts mit je einem geschweiften Giebel um ein weiteres Freigeschoss überragend, somit weithin sichtbare Landmarke mit geschwungener Haube und offener Laterne. Repräsentativer Portikus aus Sandstein mit sechs dorischen Säulen, die einen auskragenden Balkon ausbilden, der aus der Beletage erschlossen wird. Links und rechts zwei Nebeneingänge, ohne Säulen, mit kleineren Balkonen. Regelmäßige Fensteranordnung Bossierte vertikale Quaderbänder und Eckquader als Gliederungselemente der Fassade. Im Inneren zahlreiche Räume und Raumstrukturen mit prunkvollem Stuck, beweglicher und baufester Ausstattung, darunter die Schlosskirche, erhalten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Bückeburg
- Adresse
- Schloßplatz 1
- Gemarkung
- Bückeburg
ÖPNV in der Nähe
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- Bückeburg Herminenstraße · 397 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)