Bückeburg, Stadt, Lange Straße 22, Heimatmuseum
Am Rand des Schlossbezirks gelegenes giebelständiges, einstöckiges niederdeutsches Hallenhaus auf verputztem Bruchsteinsockel unter hohem Satteldach, straßenseitig außermittiges Dielentor mit einer geschnitzten Rahmung aus verflochtenen Tauen, begleitet von zwei Medaillons mit Reliefdarstellungen eines Mannes und einer Frau im Profil. Ostseitig davon eine Utlucht unter Dreiecksgiebel, westseitig ein Holzfenster, das dreiteilig wie die Utlucht gegliedert ist. Der Giebel kragt deutlich über Balkenköpfen vor, Schwelle und Füllbretter sind wie das Dielentor mit geschnitztem Taubändern verziert. Alle Zierelemente sind mehrfarbig, Utlucht und Drillingsfenster steinimitierend monochrom gefasst. Im Inneren ist u. a. eine Kaminanlage mit spätgotischen Wangen erhalten. Das Gebäude wurde um 1564 unter Graf Otto IV. errichtet und dem Amtmann Adolf Steven überlassen. 1607 wurde es vom nachfolgenden Besitzer Kanzler Eberhard v. Weihe umgebaut, dabei auch das Dielentor vermauert und die Raumaufteilung geändert. Zurück in herrschaftlichem Besitz wurde 1671-73 die Utlucht angebaut. 1904 stellte Fürst Georg das Haus dem „Verein für Geschichte, Altertümer und Landeskunde des Fürstentums Schaumburg-Lippe" zur Verfügung, es wird bis heute als Museum genutzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Bückeburg
- Adresse
- Lange Straße 22
- Gemarkung
- Bückeburg
ÖPNV in der Nähe
- Bückeburg Herminenstraße · 254 m
- Bückeburg Am Oberstenhof · 256 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)