Barsinghausen, Stadt, Rittergut Eckerde I, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Das Gelände des Rittergutes Eckerde I liegt im Mittelpunkt des dörflichen Siedlungsbereiches. Über eine Brücke an der nördlichen Einfahrt zwischen den Pfeilern einer alten Einfriedung aus Sandstein gelangt man auf einen von zwei großen und einem kleineren Wirtschaftsgebäuden flankierten Hof, an dessen Ende sich das vollständig von einem Wassergraben umschlossene Herrenhaus im Stil der Neorenaissance befindet. Eine große Parkanlage erstreckt sich jeweils östlich und südlich des Herrenhauses, die beiden Teile sind über eine parallel zur östlichen Graft angelegte Allee miteinander verbunden. In der nördlichen Achse der Allee am westlichen Rand des sogenannten Ostparks steht das Mausoleum der Familie aus Backstein; ein das Gebäude umlaufender schmaler Wassergraben bildet eine Insel, auf die man an der östlichen Seite über eine Brücke über den inzwischen trockenen, früheren Kirchdorfer Mühlenbach gelangt. Vom Herrenhaus führt eine Bücke zum sogenannten Südpark über den Hausgraben, der an seiner südwestlichen Ecke durch einen Teich mit Insel erweitert ist. Am nordöstlichen Rand des Ostparks befinden sich das als Altenteil gebaute sogenannte Majorshaus und ein ebenfalls zum Gut gehöriges Wohngebäude (Fachwerk, Baujahr 1837). Der das Herrenhaus umgebende Wassergraben bestand wie bei benachbarten Gütern vermutlich bereits im 16. Jh., nachdem Eckerde als Lehen an die Familie v. Heimburg gegeben worden war. Hinweise auf noch ältere Bauphasen gibt es bislang nicht. Das Mausoleum wurde 1854 gebaut, der älteste Teil des Landschaftsparks (sogenannter Ostpark) wurde vor mehr als 200 Jahren als Verbindung zum Majorshaus angelegt. Der sogenannte Südpark entstand 1890 und in den folgenden Jahren (vorher Apfelwiese und Wäschebleiche). Ebenfalls 1890 wurde das bestehende Herrenhaus vom hannoverschen Architekten Ferdinand Ludolff begonnen, es ersetzte einen im Jahr 1889 vollständig abgebrannten Vorgängerbau (Erdgeschoss Sandstein, Obergeschoß Fachwerk), der etwas weiter nördlich am Rand des Wassergrabens stand. Dabei wurde der aus dem 16. Jh. stammende Turm des Vorgängerbaus integriert und der südliche Abschnitt der Graft im Zuge der Baumaßnahmen so verlegt, dass er parallel zum Haus verläuft.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Eckerde
- Gemarkung
- Eckerde
ÖPNV in der Nähe
- Eckerde Masurenweg · 176 m
- Eckerde Gehrdener Straße · 340 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)