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Barsinghausen, Stadt, Kirchstraße, Klosterkirche Barsinghausen (ehem. St. Maria)

Klosterkirche · Einzeldenkmal · Barsinghausen, Stadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Klosterkirche des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts und heutigen evangelischen Frauenklosters, gleichzeitig evangelische Pfarrkirche von Barsinghausen.
Dreischiffige gewölbte Hallenkirche, ehemals von drei Jochen (heute nur noch ein einziges) mit Querhaus, Chorjoch und drei innen halbrunden, außen polygonalen Apsiden. Errichtet aus Sandsteinquadern. Spätromanische Gliederung mit Sockelgesims und Traufgesimsen, breiten Lisenen, abschließenden Spitzbogenfriesen auf Blattkonsolen sowie Fensterrahmungen eingestellten Säulen und Wülsten im Bogenlauf. Am Nordquerhaus Gewändeportal in erhabenem, rechteckigen Wandfeld. Gewände dreifach gestuft, eingestellte Säulen mit Palmetten- und Blattkapitellen, verkröpfter Kämpfer, am Portalfeld oben seitlich weitere eingestellte Säulen. Säulenportal am Südquerhaus im 19. Jh. weitgehend erneuert. An der Hauptapsis außen drei Oculi mit einbeschriebenen Vierpassöffnungen, wohl von einer geplanten Krypta. Im Winkel zwischen Chor und Nordquerarm niedrige rechteckige Sakristei. Am Langhaus gestufte Strebepfeiler und in der Südwestecke rechteckiger Turmaufsatz.
Innen kreuzförmige Pfeiler mit verkröpften Kämpferprofilen und eingestellten Säulen, darauf spitze Gurt- und Scheid- sowie Schildbögen und gebuste Kreuzgewölbe mit Wulstrippen. Attische Basen mit Eckblättern und vielfältige Kapitellornamentik mit Palmetten, Blättern und figürlichen Elementen, bei Restaurierung stark überarbeitet. Im Langhaus dreiseitig umlaufende Holzempore mit Orgel und Zugang vom Kloster. Altar mit Holzreliefs um 1500 in Montierung um 1970. Taufstein, 1588. Grabplatte des ersten Propstes Bodo, gestorben 1213. Mehrere Epitaphien des 16.-17. Jhs.
Erbaut in der 1. Hälfte des 13. Jhs. Westlicher Teil des Langhauses entweder nie vollendet oder zu unbekannter Zeit abgerissen, möglicherweise als Folge des Dreißigjährigen Krieges. 1862-1865 restauriert von Christian Adolf Vogell, dabei Sakristeianbau und Neuausstattung (u. a. Emporen und Gestühl).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Barsinghausen
Adresse
Kirchstraße
Gemarkung
Barsinghausen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)