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Bad Salzdetfurth, Stadt, Kernbereich Bodenburg, Gruppe baulicher Anlagen

Siedlungskern (Ortskern) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Bad Salzdetfurth, Stadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Der Namensgeber des Ortes Bodenburg, dessen Ortsname sich von der Burganlage Bodenburg ableitet, ist der dort ansässige Graf Bodo um 1000 gewesen. Die Grafschaft Bodenburg war Bestandteil des Reichsstiftes Gandersheim, ab 1359 erhoielten die Ritter von Steinberg die Burg als welfenherzögliches Lehen, das sich in der Folgezeit zu einem prosperienden Ort entwickelte, welcher eigene Gerichtsbarkeit besaß, durch das 1675 verliehene Marktrecht zum Flecken wurde. Der Kernbereich der heutigen Altstadt geht auf eine Handwerker- und Kleinbauernsiedlung mit Selbstverwaltung (mit eigenen Privilegien, wie z.B. dem Braurecht) zurück, die ab dem 14. Jahrhundert vor der Burg nachweisbar ist. Die sternförmig ab der ortsmittigen Platzanlage Am Markt abgehenden Straßenzüge der Teichstraße (Norden), der Sehlemer Straße (Westen) und der Lamspringer Straße (Süden) gehören zum Schutzumfang der Gruppe. Es handelt sich um eine Blockrandbebauung von zumeist traufständigen Fachwerkhäusern unter Satteldach, deren Entstehung zwischen den Jahren 1836-1867 auf flächendeckend zerstörerische Großbrände zurückzuführen ist. Die straßenseitigen Wohn-/Geschäftshäuser verfügen fast ausnahmslos über eine entsprechende Hinterhofbebauung auf den schmalen, rückwärtigen Parzellen. Der älteste Gebäudebestand befindet sich in der Teichstraße 5, ein Wohn-/Wirtschaftsgebäude von 1677 (i).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Bodenburg
Gemarkung
Bodenburg

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)