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Bad Salzdetfurth, Stadt, Arbeiterwohnsiedlung Auf der Hollig, Gruppe baulicher Anlagen

Wohnsiedlung (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Bad Salzdetfurth, Stadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Südöstlich des Kaliwerkes gelegene Siedlung auf erhöhtem Terrain im Bereich zwischen Lamme und L490. Insgesamt 18 zumeist zweigeschossige Wohnhäuser in Ziegelsichtmauerwerk des gleichen Bautyps. Straßenseitiger Mittelrisalit unter Sattel-/Krüppelwalmdach. Ziegelziersetzungen, umlaufendes Gurtgesims gliedern die Fassaden. An der südlichen Straßenauffahrt befinden sich zwei eingeschossige Gebäude, die die Meisterwohnungen enthielten. In raumsparender Aufteilung und zunächst ohne sanitäre Anlagen wurden die zweckmäßigen Wohneinheiten errichtet. Innerhalb des Wohnkosmos dieser Kolonie fanden in den zwölf Arbeiterwohnhäusern 45 Arbeiterfamilien Platz, in rund acht Wohnhäusern zu 15 Wohnungen lebten Beamten. Jedes Haus hatte einen Garten, der der selbstständigen Bewirtschaftung überlassen wurde. Ferner zählten ein Lebensmittelhandel und eine eigene Krankenkasse mit Invaliden- und Pensionsunterstützung sowie gesundheitsfördernde Maßnahmen zu den Mitteln, mit denen die Kaliwerksleitung die Unterbringung und Versorgung ihrer Arbeitskräfte annehmlich machte und ihre Zugehörigkeit zum Werk verstetigte. Die Siedlung der Arbeiterwohnhäuser wurde ab dem Jahr 1910 geplant und 1911 fertiggestellt. Im Laufe der 1960er Jahre durchlief die Anlage ein Erweiterungs- und Anbauprogramm, in welchem Zuge zahlreiche Anbauten für z.B. sanitäre Einrichtungen, Waschküchen und Ställe erfolgten.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Bad Salzdetfurth
Gemarkung
Bad Salzdetfurth

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)