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Bad Pyrmont, Stadt, Schloßstraße 13, Schloss Bad Pyrmont

Wasserschloss · Einzeldenkmal · Bad Pyrmont, Stadt

Dreigeschossiges barockes Residenzschloss unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus ab 1706 unter Graf Anton Ulrich von Waldeck errichtet. Auf dem mittleren Sockelbau des 16. Jahrhunderts nach Plänen des Braunschweiger Baumeisters Hermann Korb Errichtung eines verputzten Bruchsteinbaus von neun Achsen, die mittleren fünf Achsen, von Rustikaquadern gesäumt, risalitartig mit einem wappengeschmückten Dreiecksgiebel hervorgehoben. Als beide äußeren Achsen des Schlosses zweigeschossige Annexbauten mit offenen, altanartigen Gartenräumen im Sockelgeschoss und Salons im Obergeschoss mit Terrassendächern. Sie überbrücken auf Bogenstellungen den alten Schlossumgang. Unteres Geschoss teils souterrainartig durch vorgelagerte Terrasse verdeckt, zweites Obergeschoss über einem weit auskragenden, umlaufenden Gesims zurückversetzt. Gestuftes, mit Sollingplatten gedecktes Walmdach, dekorativ bekrönt von zwei massiven Schornsteinen und drei Runddachgauben mit Betonung der Mittelachse. Über doppelarmig geschwungene Freitreppe durch ein Portal Festsaal der Beletage zu erreichen. Östlicher Saal mit Malereien der Pyrmonter Hofmaler J. H. und J. F. A. Tischbein ausgeschmückt. Außenfarbigkeit des Schlosses in Rosa mit hellgrauen Absetzungen basierend auf Befund der ersten Polychromie aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts im Stil des Rokoko. Ursprüngliche Raumfolge im Innern bis heute gut nachvollziehbar, Teil der Innenausstattung erhalten. Parkettböden, Wandpanellierungen, Stuckdecken, Malereien, Kamine und Mobiliar erhalten und aufwendig restauriert. Heute wird das Schloss durch ein Museum sowie die Kreisvolkshochschule genutzt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Pyrmont
Adresse
Schloßstraße 13
Gemarkung
Pyrmont

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)