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Bad Pyrmont, Stadt, Festungs- und Schlossanlage Bad Pyrmont, Gruppe baulicher Anlagen

Festung · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Bad Pyrmont, Stadt

1526-62 unter den Grafen von Spiegelburg nahe den Pyrmonter Heilquellen erbaute Festungsanlage mit umlaufender, rund 40 Meter breiter Graft, Kasematten, Rampen und nordöstlich vorgelagerter Eckbastion. Nach Zerstörungen während des 30jährigen Krieges und Abbruch des Renaissanceschlosses 1706-10 barocker Schlossneubau nach Entwürfen des Braunschweiger Baumeisters Hermann Korb im Auftrag des Grafen Anton Ulrich von Waldeck. 1721-27 nach Plänen des Schlosskommandanten J. L. Rothweil Ausbau der vorhandenen Festungsanlagen, Einfassung der Wallterrasse über dem Torbau und Errichtung eines Lusthauses auf der Bastion. 1723 Bau des Kommandantenhauses, der beiden Kavaliershäuser, des Portals und der Freitreppe des Schlosses, 1729 Bepflanzung der Wallanlagen. 1765-75 wurde die Schlossanlage unter Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont nach Plänen von Franz Friedrich Rothweil weiter ausgebaut: Erweiterung des Schlosses durch Annexbauten nach Osten und Westen, die Rampen im nördlichen Innenhof erhielten ihre gewendelte Form. 1777 schmückten die damaligen Waldeckschen Hofmaler J.H. und J.F.A. Tischbein den östlichen Saalneubau mit Malereien aus. 1838 Entfernung der hölzernen Schlossbrücke und Bau der steinernen Bogenbrücke, 1852-55 Aufstockung und Umbau der Annexbauten sowie Anhebung des Graftwasserspiegels. 1956 wurde die Anlage durch das Land Niedersachsen erworben und 1961-62 teilrenoviert. 1984-87 umfangreiche Restaurierung.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Pyrmont
Gemarkung
Pyrmont

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)