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Wense, Forstweg, Gutskapelle

Kapelle (Bauwerk) · Einzeldenkmal · Bad Fallingbostel, Stadt

Rechteckiger Saalbau von 1672, mit Strebepfeilern, verputzten Fassaaden und ziegelgedecktem Satteldach. Errichtet als Gutskapelle der Familie von der Wense. Bei einer umfassenden 1869 erfolgten Neugestaltung und Restaurierung in neugotischen Formen ist über dem Westgiebel oberhalb des Eingangsportals ein Dachreiter mit Glockengeschoss aufgesetzt worden, das heute das Erscheinungsbild der Kapelle maßgeblich prägt. Auch die Fenster sind in dieser Zeit verändert worden. Die qualitätvolle barocke Ausstattung ist überkommen, der Altarraum ist gegenüber dem Kirchenschiff erhöht und mit einer hölzernen, reich geschnitzten Brüstung abgetrennt. Darunter liegt die Familiengruft. Der reich gegliederte Altar mit rahmenden Säulen aus dem Jahre 1674 zeigt die gemalten Darstellungen des Abendmahls, der Kreuzigung und der Auferstehung. Im Chor steht seitlich das Patronatsgestühl, das der Familie von der Wense vorbehalten war. Die seitlich vor dem Altarraum angeordnete Kanzel stammt aus dem Jahre 1673. Überspannt wird der Innenraum von einer Holztonnendecke, die mit zeitgenössischen Ausmalungen versehen ist.
An den Fassaden finden sich Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege sowie zwei in ihrer Gestaltung eindrucksvolle, aus Dorfmark hierher gebrachte Grabplatten für die 1572 und 1589 gestorbenen Jürgen von der Wense und seine Frau.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Wense-Fallingbostel
Adresse
Forstweg
Gemarkung
Wense-Fallingbostel

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)