← Alle Gemeinden← Alfeld (Leine), Stadt

Gottesbrunnen in Langenholzen

Im recht spartanisch gehaltenen Becken des Gottesbrunnen, steigen unaufhörlich kleine Blasen auf und einem wird sofort klar, dies ist ein geologisch besonderer Ort.Die Kalksteinschichten der umliegenden Berge machen es möglich. Das Regenwasser, versickert in den Bergen und sucht sich seit tausenden von Jahren seinen Weg durch den weichen Kalkstein. Im Gottesbrunnen tritt es sprudelnd wieder an die Oberfläche und speist die Warne. Der Sage nach lebte der Hakemann, der Wassergeist der Leine, auch in der Warne und im Gottesbrunnen. Dieser ist bis heute noch der Kinderbrunnen, aus dem der Klapperstorch die kleinen Kinder holt. Wünschte sich ein Junge eine kleine Schwester, so knotete er einen Zuckerplocken an die Angel, hing sie ins Wasser des Gottesbrunnens und sang dazu: "Adebar, diu bester, bring meck en lüttje Swester!" Wollte er aber einen Bruder, so bat er: "Adebar, dui goder, bring meck en lüttjen Broder!" Zog er dann die Angel heraus, und der Zuckerplocken war nicht mehr dran, so war das ein gutes Zeichen. Dann hatte Hakemann ihn angenommen, um sich beim Klapperstorch als Fürsprecher zu verwenden. Saß der Zuckerplocken aber noch dran, so war Hakemann gewiß böse gesonnen, weil er einmal einige von seinen Forellen gefangen hatte.

Adresse
Warnetalstraße, 31061 Alfeld (Leine)
Website
www.leinebergland-region.de/

Quelle: Region Leinebergland e. V., Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)