Schuhleistenfabrik Fagus-Werk - Stanzmesserabteilung mit Schmiede, Außenschornstein, Schlosserei und Härteraum
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Gegenüber der Langseite des Hauptgebäudes, durch die Werksstraße abgetrennt, steht die unter der Ägide Eduard Werners ab 1911 erbaute Stanzmesserabteilung unter zwei parallel verlaufenden Satteldächern und einem flach gedeckten Anbau. Darin waren eine Schmiede mit erhaltenem Außenschornstein, eine Schlosserei und ein Härteraum untergebracht, um insbesondere Stanzmesser für die Lederverarbeitung zu produzieren. Der konventionell gestaltete, teilunterkellerte, mit neoklassizistischen Drillingsfenstern belichtete Baukörper steht auf einem Sockel aus hartgebrannten roten Ziegeln, besitzt aber aufgehende Wände mit dem Fagus-typischen gelben Klinkermaterial. Eine von Gropius entwickelte Planung als Glaspavillon, als gestalterisches Pendent zum verglasten Hauptgebäude, wurde nicht ausgeführt. Nach 1974 richtete man in dem Gebäude ein kleines Tagungszentrum mit Konferenz-, Vortrags, Ausstellungs- und Besprechungsräumen ein – unter weitgehender Beibehaltung der ursprünglichen Raumaufteilung, einiger Glaswände, Türen, Treppen und Böden.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Alfeld (Leine), Nr. 580
- Adresse
- Hannoversche Straße 58
- Gemarkung
- Alfeld (Leine)
- Baujahr
- 1911
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)