Familiengrab Benscheidt
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Familiengrab Benscheidt auf dem Hauptfriedhof Alfeld. Geschichte: Anlass für die Errichtung des Grabmals war das am 1. Juli 1911 verstorben jüngste Kind des Fagus-Gründers Carl Benscheidt, Fritz Benscheidt. Die zeitgleich beschäftigen Fagus-Werk-Architekten Walter Gropius und Adolf Meyer fertigten den Grabmalsentwurf wohl im Laufe der zweiten Jahreshälfte 1911, was nicht durch Dokumente, sondern durch ein Familienbuch von 1934 sowie Mitteilungen der Familie Benscheidt überliefert ist. Das Grabmal Benscheidt gehört damit zu den allerersten fertiggestellten Bauten von Gropius und Meyer für Benscheidt in Alfeld. Beschreibung Das symmetrisch-breitgelagerte Grabmal liegt an einer prominenten Hauptwegeachse des Friedhofs. Es steht auf einem niedrigen Sockel, ist in Kalkstein gearbeitet und mit geschliffenen Oberflächen versehen. Die dominante Mitte bildet eine senkrechte Steinplatte mit „BENSCHEIDT“-Namenszug und darüber einem kreisrunden Relief mit Darstellung eines antiken Öllampen-Motivs, wobei die Mittelplatte beidseitig von auffällig geböschten Pylonen in fein gestalteten Proportionen eingefasst wird. Seitlich schließen sich niedrige Brüstungsmauern mit Außenecke und Volutensockel an, auf denen die Namen von vier beigesetzten Benscheidt-Familienmitgliedern eingraviert sind, einschließlich des Namens des 1947 verstorbenen Fagus-Firmengründers Carl Benscheidt. Vor der Mittelplatte liegt als jüngere Zutat ein separater Gedenkstein für die 1963 verstorbene zweite Frau des Firmengründers.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Alfeld (Leine), Nr. 572
- Adresse
- Walter-Gropius-Ring 14
- Gemarkung
- Alfeld (Leine)
- Baujahr
- 1911
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)