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Wilhelm Lefeldt

1836 – 1913 · Wissenschaftler

GND-Nr.
116855673

Wilhelm Ludwig Christian Lefeldt (* 19./29. Mai 1836 in Schöningen; † 21./23. Mai 1913) war Ingenieur, Erfinder und Maschinenbauer. Lehfeldts Vater war Friedrich Gustav Lehfeldt, Pastor in Buddenstedt bei Schöningen. Er erfand und baute 1876 in Schöningen eine Röhrenzentrifuge, die heute auch als Milchzentrifuge, Milchseparator oder Milchschleuder bekannt ist. Diese Maschine trennte automatisch den Rahm von der Magermilch und revolutionierte damit die Milchverarbeitung. Es war die erste praktisch brauchbare Zentrifuge und führte zu einer wesentlichen Verkürzung der Fertigungszeiten für Butter, einer Erhöhung der Butterausbeute und ermöglichte damit deren industrielle Herstellung. Davor brauchte man zur Herstellung etwa zehn Tage vom Melken bis zur fertigen Butter und es war sehr mühsam und ineffektiv, außerdem konnten Milch und der Rahm während der langen Standzeiten leicht verderben. Die Milchzentrifuge der Schöninger Molkereimaschinenfabrik Lefeldt und Lentsch wurde in der Industrie (z. B. zur Rübenzuckerherstellung) und in der Forschung verwendet. Das Funktionsprinzip wurde später von Gustav de Laval aufgenommen und technisch weiterentwickelt. Am 8. Dezember 1865 heiratete Lefeldt in Berlin eine Frau mit dem zweiten Vornamen Wilhelmine und dem Nachnamen Neumann. Häufig wird weltweit der Name „Lefeldt“ fälschlicherweise auch ohne „t“ oder „d“ geschrieben. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Lefeldt (Wikipedia-Autoren, CC BY-SA 4.0, Stand: 22.08.2026)