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Leo Krystofiak

1937–2021 · Künstler

Leo Krystofiak (28. August 1937 – 29. Oktober 2021) war ein in Elze (Leine) lebender Allroundkünstler, der über Jahrzehnte hinweg ein vielseitiges malerisches und bildhauerisches Werk schuf. Schon in jungen Jahren von der Malerei fasziniert, vertiefte er sein Können zunächst in Kursen der Kreisvolkshochschule und widmete sich nach seinem Eintritt in den Ruhestand ganz seiner künstlerischen Leidenschaft. Ausgangspunkt seiner Arbeiten war stets die Realität – vor allem die Natur –, aus der heraus er mit Bleistift, Kohle sowie Aquarell-, Acryl- und Ölfarben seine Gefühle und Phantasien bildhaft zum Ausdruck brachte. Neben der Malerei fertigte er auch Skulpturen aus Holz und Stein und band ungewöhnliche Materialien wie Zeitungen, alte Jeansstoffe oder Computerteile in seine Werke ein. Um sein Können zu verfeinern, belegte Krystofiak zahlreiche Seminare, unter anderem bei der Künstlerin Helga Hentschel-Holterdorf im Künstlerdorf Worpswede sowie bei der Sommerakademie Norden unter Doris Gardun, Jobs von Berg und Prof. Loch. Weitere Kurse führten ihn nach Einbeck zu Ekkerhardt Hofmann und dem norwegischen Künstler C. Hammerbeck. Studienreisen unternahm er unter anderem nach Rügen, in die Toskana, nach Norwegen und Kanada – als begeisterter Hobby-Angler ließ er sich dabei auch von Erlebnissen wie dem Lachsfischen in Alaska inspirieren. Seit 1972 zeigte Krystofiak seine Werke in zahlreichen Ausstellungen der Region, unter anderem in Alfeld, Gronau, Sibbesse, Hildesheim, Sarstedt, Elze, Norden und Hannover. Er war Mitglied im Elzer Kunstverein „Fundus" und gab sein Wissen ab 1995 auch als Dozent weiter, während er sich selbst – etwa in Workshops beim Künstlerbedarf Boesner in Hannover – immer wieder fortbildete. Im öffentlichen Raum von Elze sind Werke von ihm dauerhaft sichtbar geblieben: 2018 stellte er im Rahmen der Aktion „Wünschelrutengänge" zwei von ihm gestaltete Wäscheklammer-Skulpturen am historischen Waschplatz an der Saale auf. 2020, im Alter von 82 Jahren, präsentierte er rund 40 bis 50 seiner Bilder im Galerieflur des Alfelder Krankenhauses. Nach seinem Tod im Oktober 2021 würdigte ihn der Kunstverein Fundus 2022 mit einer Ehrenausstellung im Schaufenster an der Elzer Hauptstraße; seine Werke werden seither auch dauerhaft in der Elzer Stadtbücherei gezeigt. Auch der Herkunft seines Namens ging Krystofiak intensiv nach: Nach umfassender Ahnenforschung ließ er ein Familienwappen gestalten und in die Deutsche Wappenrolle eintragen. Der Name Krystofiak, dessen Wurzeln er in Griechenland verortete, geht auf den Beruf des „Kreuz-Machers" zurück, dargestellt durch die Kreuz-Symbolik im Wappen; die dort ebenfalls abgebildete Grubenlampe erinnert an Vorfahren, die im Bergbau unter Tage arbeiteten.

Ereignisse (14)

Werke (32)

Über mich — Leo Krystofiak in eigenen Worten

Der Ausgangspunkt für meine Arbeiten ist die Realität. Mein Bestreben ist es, meine Gefühle und Phantasien mit Hilfe von Bleistift, Kohle oder Farben bildhaft auszudrücken. Die Natur ist durch meine Malerei und Bildhauerei ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden.

Bereits in jungen Jahren war ich von der Malerei fasziniert. Kurse der Kreisvolkshochschule brachten mich in dieser Kunst weiter. Seit meinem Ruhestand kann ich mich ganz meinem Hobby widmen.

Zur Verfeinerung meines Könnens belegte ich verschiedene Seminare, z. B. bei der Künstlerin Helga Hentschel-Holterdorf im Künstlerdorf Worpswede über Landschafts-, Aquarell-, Acryl-, Ölmalereien und Mischtechniken.

Weiter war ich in der Sommerakademie in Norden unter der Leitung von Doris Gardun, Jobs von Berg und Prof. Loch. Kurse belegte ich auch in Einbeck bei Ekkerhardt Hofmann und C. Hammerbeck aus Norwegen. Studienreisen führten mich unter anderem nach Rügen, in die Toskana, nach Norwegen und Kanada.

Seit 1972 zeige ich viele meiner Werke in Ausstellungen, z. B. in Alfeld, Gronau, Sibbesse, Hildesheim, Sarstedt, Elze, Norden und Hannover. Mitglied bin ich zudem im Kunstverein in Elze. Meine Dozententätigkeit übe ich seit 1995 aus und bilde mich auch selbst immer wieder weiter, z. B. in Workshops beim Künstlerbedarf Boesner in Hannover.

— Leo Krystofiak, aus "Über mich" auf seiner privaten Webseite.

Quelle: Leo Krystofiak, privates Familienarchiv (ehemals leo.composer.de)