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Christiane von Kotzebue

1736 – 1828 · Sonstige

GND-Nr.
116345284

Anna Christine Kotzebue geb. Krüger, auch Anna Christiane Kotzebue, (* 8. Juli 1736 in Wolfenbüttel; † 31. Januar 1828 in Weimar) war die Mutter von August von Kotzebue. Christi(a)ne Krüger war eine Tochter aus der (ersten) Ehe des Kaufmanns und Stadtkämmerers Johann Anton Krüger († vor 1788) in Wolfenbüttel mit der verwitweten Anna Elisabeth geb. Eilers († vor 1741), geschlossen am 1. September 1735. Aus der zweiten Ehe ihres Vaters hatte sie die Halbschwester Elisabeth Magdalene Juliane Krüger (* 3. März 1742; † 8. Dezember 1819), die sich 1770 mit dem Lehrer und Schriftsteller Carl August Musäus (1735–1787) verehelichte, und den Halbbruder Christoph Heinrich Krüger (* 3. Dezember 1745; † 25. Dezember 1796), ab Juli 1771 in der Weimarer Regierung, ab 1791 Konsistorialrat und Amtmann im Amt Jena, ab 1794 Hofrat ebenda. Christoph Heinrich verehelichte sich 1772 mit Sophie Christine Caroline Schmid (1747–1810). Der Ehe entstammten die Tochter Sophia Christina Carolina (* 10. März 1773; † 25. Mai 1836) und der Sohn Carl Christoph Heinrich (* Mai 1774; † 1806 in Naumburg). Die Tochter ehelichte 1799 den Theologen Johann Friedrich Krause (* 26. Oktober 1770; † 31. März 1820). Ihr Bruder Carl Christoph ehelichte 1802 dessen Schwester Erdmuthe Dorothea Krause (* 11. Dezember 1778; † 3. April 1856). Das einzige Kind dieser Ehe starb nach einem Jahr. Nach Carl Christophs Tod 1806 heiratete die Witwe 1809 den Pfarrer Friedrich August Ludwig Nietzsche (1756–1826); ihr Sohn Carl Ludwig wurde der Vater des Philosophen Friedrich Nietzsche. Aus der dritten Ehe ihres Vaters hatte sie die Halbschwester Elisabetha Henrietta Juliana Krüger (* etwa 1755; † Mai 1819), die sich im August 1788 mit dem geschiedenen Bibliothekar Christian Joseph Jagemann (1735–1804) verehelichte. Christi(a)ne heiratete am 12. Mai 1757 den Kanzleisekretär und späteren Legationsrat Carl Christian Kotzebue (1727–1761) in Braunschweig und zog mit ihm im Herbst 1758 nach Weimar. Der Ehe entstammten drei Kinder: Carl Anton Ludwig, * 31. Mai 1758 in Wolfenbüttel, war das Opfer eines dauerhaften Gemütsleidens; † 14. Dezember 1832. Caroline Amalie, * 1. Oktober 1759 in Weimar, † 15. Januar 1844 in Bremen; heiratete im April 1778 den Juristen Johann Friedrich Gildemeister (1750–1812). Nach dessen Tod lebte sie noch einmal für mehrere Jahre in Weimar. August Friedrich Ferdinand, * 3. Mai 1761 in Weimar. Der vaterlos aufgewachsene Sohn wurde Schriftsteller und ab 1817 Staatsrat im Dienst des russischen Zaren. August (von) Kotzebue (1785 geadelt) beherrschte zu seiner Zeit förmlich die Bühnen in ganz Europa; er verfasste über 200 Theaterstücke. Er wurde von dem Burschenschafter Carl Ludwig Sand 1819 in Mannheim wegen seiner angeblich reaktionären, volksverräterischen Haltung ermordet. Enrica von Handel-Mazzetti schrieb 1934 eine Novelle Christiana Kotzebue. Die Autorin unterstellte ihr einen Versöhnungsgedanken dergestalt, dass sie nach dem Tod ihres Sohnes nicht glauben könne, dass Sand ein unedler Mensch gewesen sein soll. Es ist gewissermaßen Teil des National-Kultes um Carl Ludwig Sand. Christiane Kotzebue starb hochbetagt. Ihr Grab befindet sich auf dem Historischen Friedhof Weimar. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Kotzebue (Wikipedia-Autoren, CC BY-SA 4.0, Stand: 22.08.2026)